China Erfahrungsberichte

Live your dream!

Die Welt erwartet dich!

" Als Au Pair in China zu leben ist eine tolle Chance den Alltag in einer Chinesischen Familie zu erleben. Da ich schon immer ein großer Asien Fan war und schon mehrere Male durch Asien gereist bin, ist es für mich sehr spannend, zu erleben, wie die Menschen hier leben, und nicht wie sonst immer, das Land nur als Tourist zu bereisen. Ich lebe hier in Shenzhen in einer vier Zimmerwohnung im 18. Stock, zusammen mit den Gasteltern und der Gastschwester Alice. Meine Aufgabe ist es mit Alice zu spielen und mit ihr Englisch zu lernen. Sie ist schon 10 Jahre alt und geht jeden Tag von 8-12 Uhr und von 14-16 Uhr zur Schule. Deshalb habe ich sehr viel Freizeit. Mein Arbeitstag beginnt erst um 12 Uhr, wenn Alice zum Mittagessen nach Hause kommt. Dann essen wir zusammen und lernen Englisch. Mittags sind wir immer alleine, weil die Gasteltern beide arbeiten. Danach legt sie sich schlafen und geht dann zurück zur Schule. Nachmittags treffe ich mich manchmal mit anderen Au Pairs, oder schaue mir die Stadt an. Dann esse ich mit der Familie zusammen Abend. Wenn Alice mit den Hausaufgaben fertig ist Spielen wir meistens Fangen oder Monopoly. Samstags muss ich sie zur Musikschule und zur Matheklasse bringen. Sonntags machen wir oft Ausflüge mit der ganzen Familie. Bei gutem Wetter machen wir manchmal eine Fahrradtour. Bei schlechtem Wetter gehen wir ins Kino. Jeden Donnerstag und Freitag habe ich meinen Chinesisch-Kurs, mit anderen Au Pairs zusammen. Das ist auch immer eine gute Gelegenheit sich mit anderen auszutauschen und über Probleme zu reden. Mein Highlight hier war das Springfestival, was für die Chinesen wie Weihnachten und Silvester zusammen ist. Während dem Springfestival fahren die meisten Chinesen zurück in ihre Heimatstadt, um sich dort mit der Familie zu treffen. Ich bin mit Alice zusammen nach Taiyuan geflogen, die Heimatstadt von den Gasteltern. Dort haben wir eine Woche lang bei dem Bruder der Gastmutter und seiner Familie gewohnt. Er hat einen dreijährigen Sohn. Außerdem wohnen in der Wohnung noch die Großeltern. Ich habe in meinen ganzen zwei Wochen dort keinen einzigen anderen Ausländer getroffen und mich manchmal wie ein Alien gefühlt. Viele wollten Fotos mit mir machen oder meine Telefonnummer haben. Manchmal habe ich auch gemerkt, wie Leute heimlich Fotos von mir machen. Wir haben fast jeden Tag etwas mit der Familie unternommen und waren jeden Abend essen. Wir waren Skifahren, auf einem traditionellen "Food Market", in einem Freizeitpark und im Kino.

Die Familie hat mich überall hin mitgenommen, und mich wie ein Familienmitglied behandelt. Nach einer Woche sind dann auch die Gasteltern aus Shenzhen nachgekommen und wir sind zusammen in die neue Wohnung der Großeltern gezogen. Am Springfestivalabend, dem 7. Februar, hat sich dann die ganze Familie getroffen und zusammen Dumplings gemacht. Das sind Teigtaschen, gefüllt mit Fleisch oder Gemüse. Danach schauen alle zusammen Fernsehen. Dort läuft die Springfestival-Gala Show, die alle Chinesen am Springfestival anschauen. Außerdem schenken am Springfestival die verheirateten Leute den Kindern und unverheirateten rote Umschläge mit Geld darin. Auch ich habe ein Paar Umschläge bekommen. Am Abend gibt es meistens noch Feuerwerk. In diesem Jahr hat die Regierung leider in den meisten großen Städten, wie auch Taiyuan, Feuerwerk verboten. Die zwei Wochen waren eine tolle Erfahrung und ein guter Einblick in die chinesische Kultur. (Susanne R., Au Pair in China)