Erfahrungsberichte:                       Studium an der San José State University

Erfahrungsbericht von janina j.:

Details zum Auslandsstudium: Studienjahr 2013
Studienart: ein Auslandssemester


Nachdem ich im Jahr 2010 bereits mit Magoo International in San Diego an der SDSU eine tolle Zeit erleben durfte kam nun 2013 die Reiselust erneut in mir auf. Da mir Amerika, vor allem die Westküste, so gut gefallen hat, entschied‘ ich mich dazu, dieses Mal mein Auslandssemester an der San José State University zu verbringen. Ich liebe die Küste Kaliforniens und war daher sehr froh, dass Magoo mir auch dieses Jahr dabei helfen konnte, mich an dieser Universität einzuschreiben.

Im August, zum Start des Wintersemesters, begann meine Reise. Zusammen mit zwei Freundinnen bin ich von Düsseldorf aus nach San Francisco geflogen. San Francisco ist seit langem meine absolute Lieblingsstadt in den USA und da sie nur ca. 45 min mit dem Auto von San Jose entfernt ist, war dies natürlich auch ein ausschlaggebender Grund für mich dafür, weshalb ich mich für die SJSU entschieden habe, an der ich fortan Master-Kurse mit dem Schwerpunkt Marketing & Advertising belegt habe. Grundsätzlich hat die San José State einiges hinsichtlich Werbung, Kommunikation und Marketing im Kursprogramm, aber auch die Bereiche Wirtschaft (Business) und Finanzen werden ausreichend und vielfältig abgedeckt. Die SJSU ist eine ziemlich große Universität und bietet, mit knapp 30.000 Studenten, eigentlich jedem Studenten ein geeignetes Kursangebot. Der große Campus erstreckt sich über eine Vielzahl von verschiedenen Gebäuden, die jeweils auf entsprechende Fachrichtungen spezialisiert sind. Abgesehen von der Größe der Universität und der Lage in Mitten des Silicon Valleys, verfügt die SJSU auch über eine relativ bekanntes Football Team, die Spartans - auch wenn diese in den letzten Jahren eher im unteren Drittel der Tabelle platziert sind, hat das Team tausende Fans.

Da war ich nun, in California an der SJSU, doch anders als damals in San Diego, bin ich dieses Mal in mein Auslandssemester gestartet, ohne mich im Vorhinein um eine Bleibe für meinen Aufenthalt gekümmert zu haben. Da damals fast jeder meiner deutschen Kommilitonen erst vor Ort mit der Suche begonnen hatte, dachte ich mir dieses Mal „Ersparst du dir den Stress im Vorfeld, geht ja alles ganz flott“. Pustekuchen! Die ersten 10 Tage waren leider alles andere als entspannt und hätte ich nicht das traumhafte Wetter Californias genießen dürfen, wäre ich bestimmt das ein oder andere Mal kurz vorm verzweifeln gewesen. Es ist nicht leicht, allein in einem fremden Land, auf sich allein gestellt zu sein und selbst wenn ich dachte, ich sei perfekt vorbereitet, weil ich ja bereits ein Semester „abroad“ in den Staaten verbrachte, kam dieses Mal doch alles anders als beim ersten Mal… Die erste Woche haben wir ausschließlich damit verbracht einen Wohnungs-Such-Marathon erfolgreich zu beenden. Da wir zu dritt zusammen wohnen wollten war es alles andere als leicht ein geeignetes Plätzchen zu finden. Ich möchte aber erwähnen, dass es allein wahrscheinlich kein Problem gewesen wäre eine passende Bleibe zu finden! Wir haben sehr viel Unterstützung von netten Leuten erfahren dürfen, die wir auf dem Campus kennen gelernt haben- Vor allem die Amerikaner sind sehr hilfsbereit und freundlich. So haben uns unsere „neuen Freunde“ auch tatenkräftig bei der Suche unterstützt und nach 10 Tagen durften wir ein tolles Haus im netten Norden San José‘s und einen süßen grünen Jeep unser Eigen nennen – zumindest für ein Semester! Trotz der positiven Erfahrungen beim „Einrichten“ in einem fremden Land möchte ich trotzdem davor warnen, jedem im ersten Moment „nett-wirkenden“ Menschen blind zu vertrauen. Gerade als „Ausländer“ denken viele Einheimische man könne auf Grund von Sprachbarrieren Profit aus einem schlagen und zu dem kommt hinzu, dass vor allem wir Mittel- und Nordeuropäer als sehr wohlhabend weltweit gelten. Wir hatten so die ein- oder andere Situation, wo die Menschen es nicht immer nur gut mit uns meinten und gerade der Autokauf hat sich somit als Mienenfeld entpuppt. Wir haben die uns angebotenen Autos zum Glück von einem anderen deutschen Studenten, den wir schon in der ersten Woche dort kennen gelernt haben, durchchecken lassen was uns einige Male davor bewahrt hat viel Geld für einen – Entschuldigung- „Schrotthaufen“ auszugeben.

Alles in Allem wurde es leider etwas teurer als erwartet (Miete pro Person $750 im Monat / Auto $ 3000), aber dafür haben wir in einer guten Nachbarschaft gewohnt und hatten ein tolles Auto, welches uns ein treuer Gefährte bei all unseren wunderschönen Road Trips war. Generell möchte ich jeder/m Einzelnen, der/die sich dazu entscheidet in Amerika ein Auslandssemester oder Internship zu absolvieren, dazu raten, so viel zu reisen wie möglich! Amerika ist für mich persönlich das Land der vielseitigen Facetten und vor allem die Natur ist überragend! Ich bin in diesem Semester unter anderem im Yosemite National Park, in Los Angeles, San Diego, am Lake Tahoe, in Las Vegas, Santa Cruz, Las Vegas und natürlich, jedes Wochenende, in San Francisco gewesen. Ich habe mir das Auslandssemester überwiegend dank Auslandsbafög finanziert, hatte also nicht unendlich Geld zur Verfügung. Trotzdem war mir das Reisen gut möglich, denn die Benzinpreise sind sehr gering und auch eine Hütte am Lake Tahoe zum Beispiel, lässt sich für $20 die Nacht mieten wenn man mit mehreren Freunden hin fährt – Also: Erkundet das Land und reist so viel ihr könnt!

Ich hatte, mal wieder, eine unvergesslich tolle Zeit in Amerika, und auch wenn man natürlich den ein oder anderen Holperstein überwinden muss wenn man in ein fremdes Land „auswandert“, möchte ich nicht eine Sekunde dieser Erfahrung missen. Ein Auslandssemester ist eine fantastische Möglichkeit ein fremdes Land, eine fremde Kultur aber vor allem auch sich selbst auf ganz besondere Art kennenzulernen und neu zu entdecken. Man stößt hin und wieder an seine persönlichen Grenzen, aber genau diese Erfahrung lässt einen unheimlich wachsen und gestärkt an die Heimat-Universität in Deutschland zurück kommen. Danke Magoo, für die Unterstützung und die tollen Erfahrungen, die ich dank euch erleben durfte.